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19.02.2017

Indianer Equadors als Vorbilder

Friedvoller Protest für ein selbstbestimmtes Leben im Einklang mit der Natur

Nächster Beitrag am Sa. 25. Februar: Plastik im Wasser und Camptrail berichtet im NDR- sehr spannend und erschreckend.

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Ist es nicht grotesk? Die Indianer in Südamerika haben immer schon im Einklang mit der Natur gelebt, dann kamen die Europäer, stülpen mit Tricks und Gewalt ihre Werte über, stahlen den Bewohner ihr Land und nun müssen sich die Ureinwohner diesen alten Lebensstil erkämpfen. Ich habe mich schon vor langem  gefragt - wenn schon Grund und Boden in Privatbesitz - wieso der Staat ein Recht hat auf das, was unter mir in der Erde ist. Es ist ganz offensichtlich, dass in unserer Kultur einiges aus dem Gleichgewicht geraten ist und damit Unrecht hervorgerufen wurde.

Lasst uns diese Indianer als Vorbild nehmen und bei uns schauen, wo sich jeder in seinem Umfeld für Gerechtigkeit und neue Werte im Einklang mit der Natur einsetzen kann.

Hier die Ankündigung des Radiobeitrags in der BR-Reihe Breitengrade.

„Franco Viteri, Kichwa-Indianer aus Ecuador, kämpft seit vielen Jahren für sein Dorf Sarayaku. Das Problem: Direkt unter dem Ort liegt Erdöl, und das beansprucht der Staat. Der Boden aber gehört den Indianern. Franco Viteri weiß ganz genau, wie viele Ecuadorianer immer noch an den Folgen der vom Staat unterstützten Ölbohrungen der Firma Chevron- Texaco leiden: Verschmutztes Trinkwasser, Krebserkrankungen, Fehlgeburten, verseuchtes Ackerland. 30.000 Menschen haben eine Sammelklage eingereicht und warten auf Entschädigung. Die Indianer sagen: "Der Staat hat Waffen - aber wir verteidigen uns mit Verstand, Herz, Gefühlen und unserer Sprache. Das sind unsere Waffen."
Sarayakus friedlicher Protest macht Hoffnung. Die Indianer haben eine Vision: "Sumak Kawsay" - selbstbestimmtes Leben im Einklang mit der Natur! 2008 wurde diese Vision sogar in der Präambel der ecuadorianischen Verfassung festgeschrieben - als Gegenentwurf zum westlichen Konsum- und Wachstumsmodell. Die Regierung in Quito hält sich jedoch nicht daran, sondern setzt weiter auf Rohstoff-Exporte. Vor der Präsidentschaftswahl im Februar 2017 bewegt die Auseinandersetzung das ganze Land.“

Zum Radiobeitrag --->


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